Isopathie - Homöopathie
Häufig wird fälschlicherweise angenommen, Homöopathie bedeute „Gleiches mit Gleichem zu heilen“.
Am Beispiel von einer Prellung erklärt Hahnemann sehr einfach, aber eindrücklich den Unterschied zwischen Homöopathie und Isopathie:
So, um ein andres Beispiel von physischer Einwirkung zu geben, wird der Nachtheil z.B. von einem Stoße der Stirn an einen harten Gegenstand in Schmerz und Geschwulst gar bald gemindert, wenn man die Stelle mit dem Daumen-Ballen eine Weile heftig drückt, und zuletzt immer gelinder, homöopathisch, nicht aber durch einen gleichen Schlag mit einem gleich harten Körper, was isopathisch Uebel ärger machen würde.1
Hier findet sich für den genauen Beobachter auch schon ein Hinweis, wie Hahnemann zu den Potenzierungen gekommen ist: Der Reiz, den er wählt, wird immer geringer, d.h. er verringert jede Minute die Temperatur der Flüssigkeit ein wenig.
-
Hahnemann, S. (1996). Organon der Heilkunst: Aude sapere (J. M. Schmidt, Hrsg.; Standardausg. der 6. Aufl). Haug. 80-81. ↩