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Polare Symptome (Polaritäten)

Zu bestimmten Zeichen (Symptomen, insbesondere Modalitäten) kann das Gegenteil existieren. Die gegenteiligen Arzneiwirkungen sind bei der Arzneiwahl häufig von entscheidender Bedeutung. Das Simile soll / darf nicht im Widerspruch zu den Symptomen des Patienten stehen.

Patientin leidet unter Rückenschmerzen, die sich durch Bewegung verbessern. Das Simile darf nicht dazu im Widerspruch stehen. Die heilende Arznei darf also nicht als charakteristische Wirkung eine Verschlechterung durch Bewegung haben.

Die Beachtung der polaren Symptome ist von besonderer Bedeutung bei der Polaritätsanalyse nach Frei (PA).

Die Polaritätsanalyse (PA) nach Frei beruht auf der Nutzung des Therapeutischen Taschenbuchs in der Revidierten Ausgabe 2000 (Hrsg. KH Gypser)

Zu jedem polaren Symptom gibt es eine jeweils gegenpolare (gegenteilige) Symptom im Therapeutischen Taschenbuch:

Beispiel: Bewegung amel + Bewegung agg, oder Warmeinhüllen amel + Warmeinhüllen agg.

Tip für die Praxis:

Stehen mehrere Arzneimittel als mögliches Simile zur Auswahl: Überprüfe mit dem Therapeutischen Taschenbuch die polaren Symptome des Hauptsymptoms des Patienten. Diese sollten nicht im Widerspruch zum passenden Arzneimittel stehen, also keine Kontraindikationen aufweisen.