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Allgemeines

Die Polaritätsanalyse (PA) nach Frei beruht auf der Nutzung des Therapeutischen Taschenbuchs in der Revidierten Ausgabe 2000 (Hrsg. KH Gypser).

K.-H. Gypser (1955-2024) hat diese Idee von Bönninghausen der Gegenanzeigen aufgenommen und auf ganze Rubriken ausgeweitet.

Polare Symptome werden in diesem Repertorium mit einem eingekreisten P gekennzeichnet.

Zu jedem polaren Symptom gibt es ein jeweils gegenpolares (gegenteiliges) Symptom im Therapeutischen Taschenbuch:

Beispiel: Bewegung amel + Bewegung agg, oder Warmeinhüllen amel + Warmeinhüllen agg

Polare Symptome im therapeutischen Taschenbuch gibt es im den Kapitel Modalitäten, Seiten, Erstreckungen und Beschwerden.

Die Polaritätsanalyse ist verlässlich, effektiv und reproduzierbar. Es ist aber notwendig, nach der Erfassung und Analyse der polaren Rubriken die in Frage kommenden Arzneimittel durch einen Materia medica-Abgleich zu differenzieren.

Die Symptomwahl muss sehr präzise erfolgen, die Bedeutung jeder Rubrik muss wirklich klar sein.

Beispiel: Der Patient unterstreicht Verschlechterung nach dem Aufstehen aus dem Bett: Die Bedeutung des Symptoms ist, dass die Beschwerden sich für eine kurze Zeit unmittelbar nach dem Aufstehen aus dem Bett verschlechtern. Es bedeutet nicht, dass sich die Beschwerden beim Aufstehen aus dem Bett verschlechtern, was eine Modalität der Bewegung und nicht der Position ist. Es bedeutet auch nicht, dass die Beschwerden sich nach längerem Stehen verschlechtern. Patienten sind sich häufig der geringfügigen Unterschiede der Bedeutung der Symptome nicht klar, so dass der Arzt das gemeinsam mit dem Patienten klären und besprechen muss.