§7 Totalität der Symptome einer Krankheit
Da man nun an einer Krankheit, von welcher keine, sie offenbar veranlassen oder unterhaltende Ursache zu entfernen ist, sonst nichts wahrnehmen kann, als die Krankheits–Zeichen, so müssen […] es auch einzig die Symptome seyn, durch welche die Krankheit die, zu ihrer Hilfe geeignete Arznei fordert und auf dieselbe hinweisen kann – so muss die Gesammtheit dieser ihrer Symptome, dieses nach außen reflektirende Bild des inneren Wesens der Krankheit, d.i. des Leidens der Lebenskraft, das Hauptsächlichste oder einzige seyn, wodurch die Krankheit zu erkennen geben kann, welches Heilmittel sie bedürfe, – das Einzige, was die Wahl des angemessenen Hülfsmittels bestimmen kann – so muss, mit einem Worte, die Gesammtheit der Symptome für den Heilkünstler das Hauptsächlichste, ja das einzige seyn, was er an jedem Krankheitsfalle zu erkennen und durch seine Kunst hinwegzunehmen hat, damit die Krankheit geheilt und in Gesundheit verwandelt werde.